59 neue Wohungen und eine Hausgemeinschaft
Wo bis im Frühing 2010 noch kleine und arg in die Jahre gekommene Einfamilienhäuser standen, sind seit April schwere Baumaschinen zu Gange. Zwischen dem Jasminweg I und dem Aehrenweg entsteht die jüngste Siedlung der ABZ.

Die Siedlung Jasminweg II umfasst zwei grosse Gebäudekörper mit 59 Wohnungen: einen L-förmigen Längsbau und ein Scheibenhaus mit fünf bzw. sechs Stockwerken. Im Längsbau werden 39 Wohnungen mit 2,5 bis 5,5 Wohnungen - davon 8 Maisonette-Wohnungen - erstellt. Dort ist auch die Hausgemeinschaft Jasminweg untergebracht. Im Scheibenhaus sind 20 2,5- und 3.5-Zimmer-Wohnungen vorgesehen.
Nebst den Wohnungen werden zwei Wohnateliers und weitere Ateliers sowie einige Separatzimmer realisiert, die zu den Wohnungen zugemietet werden können.
Wohnqualität und Nachhaltigkeit
Die Wohnungen zeichnen sich durch gute Grundrisse aus und sind flexibel möbilierbar. Dazu verfügen sie über grösszügige Balkone oder Sitzplätze und sind behindertengerecht direkt mit Lift erschlossen.
Auf Nachhaltigkeit wurde höchster Wert gelegt, sowohl bei der Bauweise wie bei der Energieversorgung. Die Verwendung von langlebigen Materialien vereinfacht den Betrieb und den Unterhalt der Gebäude und spart künftig Kosten.
Der Minergiestandard wird erfüllt. Die Gebäude werden an die bestehende Fernwärmezentrale angeschlossen. Eine Fotovoltaikanlage auf den Dächern zur Nutzung von Sonnenenergie wird geprüft.
Vermietung und Bezug
Bewerbungen für die Wohungen Jasminweg II hat die Vermietung der Wohnungen im Februar 2011 entgegengenommen. In einer ersten Phase werden ABZ-Genossenschafter/innen bevorzugt.
Voraussichtlich werden alle Wohnungen ABZ-intern vergeben. Viele Mieter/innen aus den Einfamilienhäusern am Jasminweg, die vom Abbruch betroffen waren, möchten wieder in die Siedlung zurück. Interesse an den Wohnungen haben auch andere Bewohner/innen aus ABZ-Siedlungen in Oerlikon.
Der Bezug der Wohnungen findet in drei Etappen statt und startet im Oktober 2011.
Hausgemeinschaft Jasminweg
Im kleineren Schenkel des L-förmigen Längsbaus wurde Raum für die erste generationenübergreifende Hausgemeinschaft (HG) der ABZ geschaffen. Das Herzstück der Hausgemeinschaft ist ein Gemeinschaftsraum mit Küche. Zusätzlich sind ein separates Gästezimmer für die ganze Siedlung und ein Atelier speziell für die HG vorgesehen.
Im November 2011 werden rund 50 Menschen aller Altersgrupen - vom Kleinkind bis zur 80-jährigen Dame - in die 16 Wohnungen am Holunderweg 25d und c einziehen. Die Bewerber/innen haben ein intensives Bewerbungsverfahren durchlaufen und freuen sich auf das gemeinschaftliche Leben unter einem Dach.
"Hausgemeinschaft Jasminweg" ABZforum 1.10.2010