NESTown Äthiopien

In Zusammenarbeit mit der ETH entwickelt die ABZ ein neuartiges Genossenschaftsmodell. Im intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausch mit lokalen Akteuren soll die Hilfe zur Selbsthilfe gefördert werden.

Solidarisch über die Landesgrenzen hinaus

Die ABZ nutzte das internationale Genossenschaftsjahr, um den Solidaritätsgedanken auf internationaler Ebene zu beleben. In Zusammenarbeit mit der ETH entwickelte sie ein neuartiges Genossenschaftsmodell zur Unterstützung der äthiopischen Landbevölkerung. Mit dem Projekt NESTown („New Ethiopian Sustainable Town“ – zu Deutsch „neue nachhaltige äthiopische Stadt“) sucht die ETH in einem der ärmsten Länder Afrikas den Bau von Landstädten anzukurbeln. So soll die enorme Bevölkerungszunahme positiv gestaltet und die Landflucht gebremst werden.

Für eine genossenschaftliche Kleinstadt

Das Engagement der ABZ liegt in der Entwicklung eines genossenschaftlich organisierten Kleinstadtmodells für mehr als 15‘000 Einwohner/innen, das mehr Raum für Landwirtschaft sowie zentrale Ausbildungs- und Gesundheitszentren ermöglicht. Im intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausch mit lokalen Akteuren soll die Hilfe zur Selbsthilfe gefördert werden. Man ist sich einig, dass die künftige Stadt nur mit einem hohen Selbstbestimmungs- und Eigenorganisationsgrad nachhaltig aufgebaut und betrieben werden kann.

Vom Erstkontakt bis zur Genossenschaftsgründung

Im Februar 2012 reiste eine ABZ-Delegation erstmals nach Äthiopien, um die lokalen Akteure näher kennenzulernen und das Projekt voranzubringen. Im Juli 2012 fand ein Gegenbesuch statt - ein äthiopischer Genossenschaftsbeauftragter besuchte Zürich. Dank dem gemeinsamen Engagement konnte im Februar 2013 mit über 60 Mitgliedern eine erste Pilotgenossenschaft nach dem neuen Modell gegründet werden.