Wer wohnt in Genossenschaften?

Eine kürzlich erschienene Studie des Bundesamts für Wohnungswesen BWO bietet erstmals wieder eine detaillierte Analyse zur Bewohnerschaft in Genossenschaften. Die Zeitschrift "Wohnen" fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.

Gute Noten für gemeinnützigen Wohnungsbau

In Genossenschaften leben vorwiegend Menschen, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind. Zu diesem Fazit kommt die Studie "Gemeinnütziges Wohnen im Fokus" des Bundesamts für Wohnungswesen BWO. Die Zeitschrift "Wohnen" fasst die wichtigsten Erkenntnisse daraus zusammen. Hier ein Auszug einiger Befunde:

  • In Schweizer Grosstädten kosten kommerzielle Mietwohnungen pro Quadratmeter im Schnitt einen Viertel mehr als Genossenschaftswohnungen - und nicht nur das: Die Preisschere hat sich seit dem Jahr 2000 weiter geöffnet. Genossenschaften wirken somit dem Preisdruck entgegen.
  • Der Berufsstatus-Index zeigt, dass in Genossenschaftswohnungen überproportional viele Personen mit geringeren finanziellen Ressourcen leben. Gemeinnützige Bauträger können also der Verdrängung schwächerer Bevölkerungsgruppen entgegenwirken.
  • Der Flächenverbrauch von Genossenschaftsbewohner/innen ist dank der Belegungsvorschriften und der dichteren Bauweise tiefer. 

Interessant sind auch die Schlüsse, die Michael Hermann, Mitautor der Studie, zieht: Den ganzen Artikel der Zeitschrift Wohnen finden Sie hier als PDF.

Gut durchmischt: Genossenschaften leisten dazu einen wesentlichen Beitrag. Im Bild die ABZ-Siedlung Wolfswinkel in Zürich-Affoltern.
Gut durchmischt: Genossenschaften leisten dazu einen wesentlichen Beitrag. Im Bild die ABZ-Siedlung Wolfswinkel in Zürich-Affoltern.