Offene Türen für fremde Kulturen

In der ABZ wohnen Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft. Das Zusammenleben und dessen Herausforderungen wurden an der ABZ-Lounge in der Casa Mondiale im Restaurant Seebähnli rege diskutiert.

Wie lässt sich über Migration diskutieren, ohne den gängigen Klischees zu verfallen? An der ABZ-Lounge zum Thema «Unterschiedliche Herkunft – eine Genossenschaft» vom 6. Mai kamen über vierzig engagierte Genossenschafterinnen und Genossenschafter zum Schluss, dass ein Gemisch von verschiedenen Kulturen allen einen Mehrwert bietet. 

Offenheit ist für die ABZ zentral: Gemäss unserem Leitbild stehen wir allen Menschen offen, unabhängig von Religion und Nationalität. So bietet die ABZ eine sozialverträgliche, nachhaltige Wohnungsversorgung für eine breite Bevölkerungsschicht an. Mit ihrer Vermietungspolitik sichert die ABZ in den Siedlungen und im umliegenden Quartier eine ausgewogene Bewohnerstruktur und trägt zur urbanen Vielfalt und zu guter Nachbarschaft bei.

Dass diese Vielfalt nicht selbstverständlich ist und dass es sie zu pflegen gilt, wurde auch an der ABZ-Lounge festgestellt. Zürich kann von sich behaupten, keine typischen Ausländerquartiere oder Gettos zu haben – mit dem Resultat, dass die negativen Seiten der Segregation wie Entfremdung, Konflikte, Gewalt und Parallelgesellschaften weniger stark auftreten. Im Gegenteil: Bildungsferne und gut gebildete Familien profitieren von Schulen, in denen Kinder unterschiedlicher Herkunft aufeinandertreffen.

Im Siedlungsleben, so wurde berichtet, sei es aber nicht immer einfach, mit den Nachbarn in Kontakt zu kommen. Die Sprache, so war man sich einig, ist ein Schlüssel dazu: Wer kein Deutsch versteht, hat es schwer. Nicht einig waren sich die Teilnehmenden bei der Frage, ob und wie sich Migrantinnen und Migranten in der ABZ integrieren müssen. Gibt es nicht auch Schweizerinnen und Schweizer, die in der ABZ einfach nur wohnen? Klar war: Wer sich engagiert für die Siedlung, wird sich schnell zuhause fühlen, lernt neue Freunde kennen und trifft auf offene Türen. Davon berichteten an der Veranstaltung viele Mitglieder, die einst als Zuwanderer in die ABZ gekommen sind.

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