Strategie ABZ 100+

Wohnen über alle Lebensphasen

Die ABZ wird ihr Raumangebot im Hinblick auf ein Wohnen über alle Lebensphasen hinweg erweitern. Sie reagiert damit auf unterschiedliche Formen des Zusammenlebens, ein zunehmendes Nebeneinanderwohnen verschiedener Kulturen, eine Singularisierung der Haushalte sowie eine steigende ökonomische Belastung des einzelnen Haushalts. Zur Unterstützung im Alltag wird eine Dienstleistungsplattform aufgebaut und die flexible Nutzung von Separatzimmern und Ateliers gewährleistet. Das bisherige Konzept «Wohnen im Alter» wird mit einem integrierten Nachbarschaftskonzept zum Wohnen über alle Lebensphasen hinweg ergänzt. Integration und Vernetzung sind somit zwei Schlüsselbegriffe für das zukunftsfähige Wohnen in der ABZ.

Kontinuierlich wachsen

Der Kernauftrag der ABZ ist gemäss ihrem Zweckartikel die Schaffung von gutem, preiswertem und nachhaltigem Wohnraum. Dies bedeutet, dass die ABZ weiterhin wachsen soll und muss. In der Vergangenheit fand das Wachstum in Phasen statt. Künftig wird ein kontinuierliches Wachstum angestrebt. Der Wohnungsbestand wird im Mittel um 50 Wohnungen pro Jahr erhöht. Die ABZ akquiriert heute passiv und handelt entsprechend der gültigen Baustrategie. Damit sie kontinuierlich wachsen kann, sind aktivere Massnahmen nötig. So soll auch die Geschäftstätigkeit auf den gesamten Wirtschaftsraum Zürich ausgedehnt werden.

Nachbarschaft ermöglichen

Nachbarschaft und Gemeinschaft zu stärken, ist für die ABZ wichtig. Denn so kann sie sich als Genossenschaft auch künftig von gewöhnlichen Immobilienverwaltern unterscheiden. Die ABZ verfügt über ein traditionsreiches und grosses Freiwilligensystem. Siedlungskommissionen und aktive Kerngruppen werden unterstützt und eine Begrüssungs-und Integrationskultur wird gefördert. Die Bewohner/innen werden darin bestärkt, ihre Anliegen und Beschwerden im nachbarschaftlichen Zusammenleben selbstverantwortlich zu lösen.

Mitwirken und Mitbestimmen

Die ABZ will auch für jüngere Generationen attraktive Beteiligungsmöglichkeiten schaffen. Als Non-Profit-Organisation und gemeinnützige Genossenschaft ist die ABZ demokratisch organisiert und jedes Mitglied kann mit seiner Stimme die Entwicklungen mitbestimmen. Auf Siedlungs-wie auch auf Genossenschaftsebene sollen bestehende Gefässe weiterentwickelt und neue zur aktiven Beteiligung geschaffen werden. Geeignete Austauschgefässe ergänzen die Mitwirkungsmöglichkeiten und stärken die genossenschaftliche Identität.

Position beziehen

Als Meinungsführerin fördert die ABZ den genossenschaftlichen Gedanken und trägt aktiv zu einer lebenswerten Stadt bei. Sie blickt dabei über den eigenen Tellerrand hinaus und greift Themen auf, die für eine breite Öffentlichkeit relevant sind. Gegenüber Partnern und Behörden tritt die ABZ als kompetente, verlässliche und engagierte Partnerin in Innovations-und Entwicklungsfragen auf und stellt Vertreter/innen für Referate und Auftritte zur Verfügung.

Günstige Wohnungen

Künftig bleibt in der ABZ ein Anteil von 15–20 Prozent der Wohnungen in einem sehr günstigen Segment erhalten. Damit werden die Bedürfnisse einer weiteren Anspruchsgruppe berücksichtigt, die aus verschiedenen Gründen einfachsten Wohnraum zu entsprechend günstigen Konditionen bevorzugt. Mit sehr günstig ist eine Siedlung mit Nettomieten von 700 CHF für rund 70 m2 Wohnfläche gemeint (bei einem ABZ-Kalkulationszinssatz von 1,875 Prozent).

Gepflegte Siedlungen

Mitarbeitende und Bewohnende der ABZ pflegen einen sorgsamen Umgang mit den bestehenden Siedlungen. Dies betrifft sowohl die Bewirtschaftung der Mietobjekte als auch der gemeinschaftlich genutzten Aussen-und Innenräume, Flächen und Ausstattungen. Die Geschäftsstelle sorgt für die professionelle Bewirtschaftung und die Werterhaltung der Liegenschaften. Sie legt dabei Wert auf einen geordneten Unterhalt und einen lückenlosen Betrieb sowie auf ein gepflegtes Erscheinungsbild der Liegenschaften.

Unterschiedliche Menschen

Die ABZ will langfristig eine ausgewogene Bewohnerstruktur in den ABZ-Siedlungen sichern. Gemäss ihrem Leitbild steht die ABZ allen Menschen offen, unabhängig von deren Geschlecht, Zivilstand, Religion und Nationalität. Sie bietet somit eine sozialverträgliche, nachhaltige Wohnungsversorgung für eine breite Bevölkerungsschicht an. Mit ihrer Vermietungspolitik sichert die ABZ in ihren Siedlungen und im umliegenden Quartier eine ausgewogene Bewohnerstruktur und trägt zur urbanen Vielfalt und zu guter Nachbarschaft bei. Die ABZ berücksichtigt Haushalte, die aufgrund ihrer Lebensumstände auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt sind, indem sie den Anteil an Vermietungen für soziale Institutionen auf 2,5 Prozent festlegt.

Ökologisch handeln

Die ABZ will die ökologische Nachhaltigkeit weiter stärken und das umweltbewusste Verhalten der Bewohner/innen fördern. Mit dem Einsatz von erneuerbaren Energien und vernünftigen Raumansprüchen und Belegungsvorschriften trägt die ABZ zu einem sparsamen Umgang mit Raum, Boden und Energie bei. Sie hat sich den Zielsetzungen der 2000-Watt-Gesellschaft verpflichtet und wird mit wirkungsvollen Massnahmen den CO2-Austausch pro Kopf weiter senken. In ABZ-Siedlungen und ihren Aussenräumen werden Biodiversität und umweltschonende Mobilität gefördert.

Organisation weiterentwickeln

Die ABZ wird als genossenschaftliches Unternehmen weiterentwickelt. Eine professionelle Kundenorientierung basierend auf einer Haltung des gegenseitigen Respekts und Vertrauens steht dabei im Vordergrund. Da Geschäftsstelle und Stützpunkte täglich eine grosse Anzahl an Interaktionen mit den Mitgliedern und Bewohner/innen zu bewältigen haben, müssen die Standardabläufe effizient und effektiv abgewickelt werden können. Motivierte Mitarbeitende und Vorstandsmitglieder sowie stringent und gut geführte Projekte zeichnen die Arbeitsweise bei der ABZ aus.