Kanzlei Ersatzneubau

Im Bullinger-Quartier plant die ABZ den Ersatz ihrer bald 90-jährigen Siedlung Kanzlei. Bis im Jahr 2022 sollen hier rund 205 bezahlbare, familienfreundliche und altersgerechte Wohnungen entstehen. Der Stadtrat hat Ende August 2016 die Entlassung der bestehenden Bauten von ABZ und BEP aus dem Inventar schützenswerter Bauten beschlossen.


Beitrag zu einem lebendigen Quartier

Das Neubauprojekt von Müller Sigrist Architekten und Westpol überzeugt dank der hohen Qualität des Entwurfs, der die komplexen und vielfältigen Ansprüche mit seinem schlichten Ansatz gekonnt erfüllt. In Nachbarschaft zu den denkmalgeschützten Siedlungen Erismannhof und Sihlfeld (ABZ) kann eine lebendige Mischung aus Alt und Neu entstehen, die Identität des Quartiers bleibt erhalten und wird trotzdem für künftige Bedürfnisse weiterentwickelt:

  • Der fünf- bis siebengeschossige Blockrand fügt sich mit seinem Volumen und der differenzierten Fassadensprache harmonisch in die Quartierstruktur ein und bildet gleichzeitig einen markanten Abschluss zur Seebahnstrasse hin.
  • Für eine gute Durchmischung sind vielfältig nutzbare Wohnungen für verschiedene Familien- und Wohnformen vorgesehen.
  • Die Wohnungszahl kann von 156 auf 205 erhöht werden. Da der Anteil Familienwohnungen deutlich höher ausfällt, finden künftig fast doppelt so viele Bewohner/innen Platz.
  • Erdgeschossnutzungen wie Ateliers, Kleingewerbe, Kindergarten und gemeinschaftliche Räume für die Siedlung ersetzen die heutigen Hochparterres und beleben das Quartier.
  • Kompakte Grundrisse und niedriger Flächenverbrauch pro Kopf führen zu tiefen Mieten. Eine 4,5-Zimmer-Wohnung mit 97 m2 wird somit voraussichtlich um die CHF 1500.- (inkl. NK) kosten, bei einer 2,5-Zimmer-Wohnung mit 60 m2 liegt der Mietpreis bei CHF 1100.- (inkl. NK). Subventionierte Wohnungen werden nochmals günstiger.
  • Die Wohnungen sind überwiegend zweiseitig orientiert und somit gut belichtet. Die Balkone sind jeweils auf den Innenhof ausgerichtet, in welchem ein Teil der Bäume geschützt ist und somit erhalten bleibt.
  • Die Bestimmungen zum Lärmschutz an der stark befahrenen Seebahnstrasse sind eingehalten.
  • Mit dem kompakten Neubau leistet die ABZ einen Beitrag zur Erreichung der Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft.

Sorgfältiger Planungsprozess seit 2008

Das Bauprojekt ist Teil einer umsichtigen und langjährigen Planung im Bullinger-Quartier, von der auch die benachbarte Siedlung der Baugenossenschaft des eidgenössischen Personals (BEP) betroffen ist. Die städtebaulichen Vorgaben wurden im Zuge der Entwicklung eines Leitbildes (2009/10) von der Stadt Zürich in Zusammenarbeit mit den Baugenossenschaften ABZ, BEP und GBMZ definiert. Der Zürcher Stadtrat stellte im Dezember 2011 die Inventarentlassung der heutigen Siedlung Kanzlei in Aussicht, sofern sich der Neubau sorgfältig in die homogene Struktur des Bullinger-Quartiers einfügt und preisgünstige Wohnungen ohne Luxus anbietet. Dieses Ziel wird mit dem vorliegenden Projekt, das aus einem von der Stadt begleiteten Wettbewerb als Sieger hervorging, erreicht.

Die Generalversammlung vom 20. Juni 2015 stimmte dem Planungs- und Baukredit für den Ersatzneubau mit deutlicher Mehrheit zu. In den letzten Monaten wurde das Projekt inhaltlich optimiert. Der Stadtrat hat Ende August 2016 die suspensiv bedingte (vorwirkende) Entlassung der bestehenden Bauten aus dem Inventar schützenswerter Bauten beschlossen - ein weiterer wichtiger Meilenstein in dieser langjährigen Planung.

Weitere Infos gibt es auf der Projektwebsite Seebahnhöfe.

Kontakt

Bei Fragen rund um den Ersatzneubau Kanzlei steht Ihnen Martin Grüninger, Leiter Bau und Bewirtschaftung, gerne zur Verfügung.

Für Medienanfragen zum Projekt Seebahnhöfe gibt Mike Weibel, Medienbeauftragter Seebahnhöfe, Tel. +41 76 541 16 81, gerne Auskunft.